Probleme bei der Tibet-Eisenbahn
3. August 2006, Neue Zürcher Zeitung schreibt auf der site: http://www.nzz.ch/2006/08/03/vm/articleECBQ6.html:
“us. Schanghai, Ende Juli
Mit bemerkenswerter Offenheit hat das chinesische Eisenbahnministerium die Öffentlichkeit über erste Probleme bei der am 1. Juli eröffneten Eisenbahnstrecke informiert”…:” Laut einem Sprecher des Eisenbahnministeriums soll es”…”bei der Geleisstruktur und bei Brücken bereits erste Risse im Zement geben. Bedenken gibt es ferner, ob angesichts der globalen Erwärmung das Kühlsystem, das den Dauerfrost unter dem Geleisebett erhalten soll, auf Dauer wirksam bleiben kann. Ferner soll es in den Steppen- und Wüstengebieten bereits zu umfangreichen Verschiebungen von Sand gekommen sein. Schliesslich erweisen sich auch die Yaks als Problem für den reibungslosen Bahnbetrieb.
Die Zugverbindung vom chinesischen Stammland ins Herz Tibets war ein Ziel, das von Peking seit langem angestrebt wurde. Aus ökologischer Perspektive war indessen die Bahnverbindung bereits vor der Fertigstellung als problematisch bezeichnet worden. Hinzu kamen auch Bedenken über die Folgen dieser Verbindung für die tibetische Gesellschaft und Kultur. Viele Tibeter befürchten, dass durch das chinesische Jahrhundertprojekt die Überlebensfähigkeit ihrer eigenständigen Lebensart weiter unterminiert und die wirtschaftliche und möglicherweise auch die demographische Dominanz der Han-Chinesen weiter vorangetrieben wird. “