3. Juni 2008
„Bei einer Abtrennung Tibets von China würden neue Minderheiten entstehen“ meint der Tibet-Experte Andreas Gruschke in einem Interview der neusten Ausgabe des Eurasischen Magazins
Gruschke erläutert dort, warum eine Loslösung von China viele andere Völkerschaften in Mitleidenschaft ziehen würde und weshalb ein instabiles Tibet allenfalls möglichen Gegnern Chinas nutzt, nicht aber den Tibetern selbst:
eurasischesmagazin.de/artikel/?artikelID=20080506
2. Juni 2008
Unter diesem Titel veröffentlichte die - NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung
(- info@nrhz.de - Tel.: +49 0221 22 20 246 - Fax.: +49 0221 22 20 247 - )
ein Projekt gegen den schleichenden Verlust der Meinungs- und Informationsfreiheit
in ihrem Online-Flyer Nr. 148 vom 28.05.2008 einen Artikel von Hans-Detlev von Kirchbach zur
Aufklärung durch den China-Experten Ingo Nentwig in Köln – Teil II
nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=12465:
Was viele über Tibet nicht wissen (sollen).
Komentar zu diesem Artikel:
Dieser Artikel beinhaltet eine ernstzunehmende Kritik an westlicher Medienberichterstattung. Allerdings hat diese Kritik ihrerseits auch viele Schwächen. So verschweigt der in diesem Artikel zitierte Ingo Nentwig, dass der chinesische Gebietsanspruch auf Tibet auf eine einseitige Annektierung Tibets durch den Manschukaiser Qianlong zurückgeht. “In das seit 1720/51 abhängige Tibet” (nach der Befreiung von den Dsungaren) “…verlegte man1790/1791 eine chinesische Garnison, die dort bis 1912 bestand.” Zitat wikipedia. Vorher bestanden lediglich mongolische Gebietsansprüche. Aus einer militärischen Befreiungs-Hilfsaktion wurden Besatzer.
Ein Unabhängigkeitsvertrag mit Tibet auf der Shimla-Konferenz 1914 scheiterte an der Nichtunterzeichnung Chinas. England erkannte seinerseits die Autonomie des äußeren Tibets an (siehe auch wikipedia).
Auch bezüglich der Einhaltung oder besser Nichteinhaltung des 17-Punkteabkommens seitens der Chinesen ließe sich hier noch ausgiebig diskutieren.
Was aber meines Erachtens in der ganzen Diskussion über das Für und Wider der westlichen Medienberichterstattung nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist nicht so sehr die Diskussion über die politische Situation Tibets, sondern über die Menschenrechtssituation dort.
So geht Herr Nentwig über die Verfolgungen, Inhaftierungen, Folterungen und Zwangssterilisationen an Tibeter/-innen hinweg.
Zwangsarbeit, keine Meinungs- und Religionsfreiheit, Zwangsumsiedlungen, stark eingeschränkte Zugangsfreiheit zu qualifizierten Berufen, Hanisierung, Zerstörung von Lebensumfeldern betrifft in China nicht nur die tibetische Minderheit, aber eben auch diese. Ich glaube nicht, wie Herr Nentwig, dass alle Angehörigen von Minderheiten mit ihrer Situation in der chinesischen Volksrepublik glücklich sind.
Der Dalai Lama hat sich immer für menschenwürdige Lebensbedingungen in Tibet und in der Welt eingesetzt - auch für Tibeter. Für diese Bemühungen wurde ihm der Friedensnobelpreis verliehen. Diesen ernsthaften Hintergrund sollte man bei allem Medienrummel nicht vergessen Herr Nentwig!
5. März 2008

Eine wahre Fundgrube an Informationen und Fotos stellen die Seiten von Guenter und Christa Neuenhofer dar. Sie unternahmen in den Jahren 2002 bis 2007 vier Reisen nach Arunachal Pradesh: http://www.neuenhofer.de/guenter/Arunachal/aruinhalte/Arunachalreisen.html
und eine Reise ins Nagaland:
Die Seiten der drei Reisen nach Birma:
Sehenswert ist auch die Foto-Gallerie von Christa Neuenhofer: http://www.pbase.com/neuenhofer
(Durch einen Klick auf die Fotos öffnen sich die Themengebiete)
28. Februar 2008
Das Blog Tibeto-logic von Dan postet “Occasional musings on mainly antiquarian Tibetological topics of interest to those who somehow find interest in them.”
Auf der site: http://tibeto-logic.blogspot.com/2006/12/mysterious-whitehead_21.html befindet sich ein interessanter Artikel über Tibets Kontakte zur christlichen Welt im 17.Jahrhundert, wobei armenische Händler eine entscheidende Rolle spielten.
Ausgangspunkt des Artikels ist eine Inschrift auf einer Glocke in der Kathedrale von Etchmiadzin.
Im Jahr 1688 wurde ein tibetischer Pass auf Mgo-dkar I-wang-na ausgestellt. Mgo-dkar heißt übersetzt soviel wie ‘Weißkopf,’ und I-wang-na repräsentiert den Namen Hovhannes, die armenische Form von Johannes, oder ‘John.’ Eine Person mit Namen Hovhannes Sohn des David befand sich in Lhasa von 1686 bis 1692.
21. Februar 2008
Unter dem Titel:YouTube - Tibetan Amdo befindet sich auf der site: http://youtube.com/watch?v=gOe57n1yYr8
ein traditionelles Lied aus Amdo gesungen von einem Trecking Koch.
(Original Begleittext: One of the cooks on our trek through Tibet demonstrates some traditional amdo music.)
14. Februar 2008

Ecohimal, eine Gesellschaft für ökologische Zusammenarbeit Alpen - Himalaya in Salzburg führt neben Projekten in Pakistan und Nepal auch Projekte in Tibet durch, welche sie auf ihrer site: http://www.ecohimal.org/tibetpr.htm vorstellt.
Allgemein zur Arbeit in Tibet:
* Das Engagement in Tibet
Aus politischen Gründen gestaltet sich die Arbeit von Öko Himal in Tibet schwierig. Zusammen mit tibetischen Partnern führen wir Projekte in entlegenen Regionen durch, die gegenüber den Städten in der infrastrukturellen Entwicklung benachteiligt sind …
Und die Projekte im einzelnen:
Den ganzen Beitrag lesen…
17. Januar 2008
Das Tibet Ethno Info berichtete bereits über guchusum.org.
Jetzt gibt es dort neu den Jahresbericht über tibetische politische Gefangene zum downloaden auf der site: http://guchusum.org/Default.aspx?tabid=63
In der Ausgabe 12 (pdf) wird auf Seite 11 über den Zwischenfall auf dem Nangpa La berichtet, bei dem tibetische Flüchtlinge von chinesischen Grenzsoldaten beschossen wurden. Dieser bewaffnete Übergriff wurde von europäischen Bergsteigern von Nepal aus gefilmt und bei You Tube veröffentlicht. (TEI berichtete)
15. Januar 2008
Proferror Melvyn C.Goldsteins´s site: “The Center for Research for Tibet” hält auf der Unterseite: http://www.case.edu/affil/tibet/tibetanSociety/marriage.htm Links mit umfangreichem Lesematerial zum Thema: Tibetische Heirat und Polyandrie bereit:
5. Dezember 2007

Diese Karte von Yunnan findet sich auf der site: http://de.yunnantourism.com/touristmap.htm
Von hier aus wird interaktiv zu den einzelnen Provinzen weiter verlinkt.